Der Code 3-DI (auch AccuCode) wurde 1992 bei Lynn Ltd. (USA) entwickelt. Es handelt sich hierbei um kleine runde Codes zur Kennzeichnung chirurgischer Instrumente. Der Standardcode enthält 48 Informationsbits, wobei 32 für die Daten und 16 für die Fehlerkorrektur zur Verfügung stehen. Der Code kann auf Metall, Plastik, Gewebe und Papier aufgebracht werden. Zur Verfügung stehen über 17 Milliarden verschiedene Codes. Er ist nicht standardisiert.

Array Tag wurde 1990 von Array Tech Systems (Kanada) entwickelt. Ungewöhnlich ist die Darstellung der Daten in sechs- oder achteckiger Form. Die Codes werden einzeln oder in Gruppen verwendet. Array Tag ist für industrielle Anwendungen mit größerer Leseentfernung oder variierendem Umgebungslicht besonders geeignet. Eine Anwenderlizenz ist erforderlich. Der Code ist nicht bei AIM standardisiert.

Der quadratische Code wurde 1995 von Dr. Andy Longacre bei Welch Allyn (USA) entwickelt. Im Mittelpunkt des Codes befindet sich das Suchelement, das aus mehreren ineinander verschachtelten Quadraten besteht. Die Symbolelemente sind ebenfalls quadratisch. Es können derzeit kleine (ab 12 Zeichen) bis große Datenmengen (zur Zeit über 3000 Zeichen) verschlüsselt werden.Der Inhalt kann auf mehrere Symbole aufgeteilt werden. Die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur unterstützt anwenderspezifisch bis zu 32 Security Levels. Die Rekonstruktion des Dateninhaltes ist auch dann noch möglich, wenn bis zu 25% (bei kleinen Codes sogar bis zu 40%) des Codes zerstört worden sind. Im Gegensatz zu allen anderen Codes sind keine Ruhezonen nötig! Der Code kann so an jeder beliebigen Stelle platziert werden. Aztec ist bei AIM standardisiert. Eine genaue Codespezifikation ist dort erhältlich.

Entwicklung der Schweizer Firma Connvision für das Mobile Tagging. Der Code wird in Printmedien platziert und beinhaltet eine URL. Der Code wird mit einem Fotohandy fotografiert und eine Software stellt dann die Verbindung zu einer Webseite her, auf der sich zusätzliche Informationen, Videos usw. befinden.

Der 2D-Code wurde 2002 von der chinesischen Firma Shenzhen Syscan Digital System Co. entwickelt. CM steht für Compact Matrix. Es können 8192 Zeichen verschlüsselt werde. Der Code hat 8 Fehlerkorrekturstufen. Der Code kann chinesische Schriftzeichen verschlüsseln und soll bei Dokumenten und Ausweiskarten genutzt werden.

Der viereckige Code (oft beinahe quadratisch) war der erste 2D-Code für allgemeine Anwendungen. Er wurde 1991 von Ted Williams bei Laser Light Systems (USA) entwickelt. An seinen waagerechten und senkrechten Suchbalken ist er leicht zu erkennen. Es können bis zu 2218 alphanumerische Zeichen oder bis zu 3550 Ziffern codiert werden. Die Reed- Solomon-Fehlerkorrektur unterstützt ein festes Level für jede der 14 verschiedenen Größen. Code One ist bei AIM standardisiert.

Der CP Code wurde zu Beginn der 80er Jahre bei ID Tech (Japan) entwickelt. Er ähnelt vom Aussehen her dem Data Matrix Code. Der quadratische Code hat eine L-förmige Suchhilfe am Rand und anliegende Zielmarkierungen. In dem 16-Bit-Code können 250 alphanumerische Zeichen codiert werden. Der Code wurde für Eigenanwendungen entwickelt, er ist nicht standardisiert.

DataGlyphs wurde von Xerox Corp. für Eigenanwendungen entwickelt. Die Daten werden durch zwei Zeichen verschlüsselt, die als Hintergrundmuster aufgedruckt werden. Die Zeichen bestehen aus schwarzen Linien, die jeweils um 45° nach rechts oder links geneigt sind. Dabei entspricht das Zeichen "/" (Glyph) dem logischen Zustand 0 und das Zeichen "\" (Slash) dem logischen Zustand 1. Die DataGlyph-Card hat eine Speicherkapazität von 4000 - 16.000 Bytes. Der Code ist bei AIM nicht standardisiert.

Data Matrix wurde in den späten 80ern bei International Data Matrix (USA) entwickelt. Es existieren verschiedene Entwicklungsstufen (ECC 0 bis 200, ISS-Data Matrix). Die aktuelle und sicherere Version ist Data Matrix ECC 200. Sie wurde während der AIM-Überprüfung entwickelt. Die Größe des rechteckigen Codes ist variabel. Die Symbolelemente sind quadratisch. Das Suchelement sind eine waagerechte und eine senkrechte Begrenzungslinie, die die Ecke beschreibt, die bei der Lesung zur Orientierung dient. Größere Codes besitzen Gitterausrichtungsbalken. Es können 2334 ASCII-Zeichen (7 Bit), 1558 erweiterte ASCII-Zeichen (8 Bit) bzw. 3116 Ziffern codiert werden. Die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur garantiert eine hohe Datensicherheit. Die Rekonstruktion des Dateninhaltes ist selbst dann noch möglich, wenn bis zu 25% des Codes zerstört worden sind. Data Matrix ist bei AIM standardisiert, eine Spezifikation ist dort erhältlich.

Datasound Strip wurde 1998-2001 im Auftrag der Datasound GmbH von mehreren Forschungseinrichtungen entwickelt. Der 18 mm x 55 mm große Code besteht aus Millionen von Druckpunkten. Er kann mit jedem beliebigen Drucker gedruckt werden. Verschlüsselt werden Musik (12s), Sprache (25s), Text (24 Seiten A4) oder Bilder (72 dpi, Postkarte). Er benötigt ein eigenes Lesegerät und eine eigene Software. Hauptanwendungsgebiet ist "Papier zum Sprechen zu bringen". Die Informationen können zusätzlich verschlüsselt werden. Der Code besitzt eine Fehlerkorrektur. Der Code ist nicht bei AIM standardisiert.

DataStrip wurde zu Beginn der 90er Jahre von DataStrip Systems Ltd. (England) entwickelt. Es können sowohl Texte als auch Grafiken, Fotos und biometrische Daten codiert werden. Diese Informationen können weiter verschlüsselt werden, so dass ein hoher Sicherheitsstandard gewährleistet wird. Die Codierung erfolgt mittels rechteckiger Blöcke die den logischen Zuständen "0" ( ) und "1" ( ) entsprechen. Diese "Dibits" werden zu Data Lines zusammengefasst und fortlaufend als Streifen gedruckt. Es können beliebig viele Datenmengen (160 bytes/cm) codiert werden. Der Code verfügt über eine Reed-Solomon-Fehlerkorrektur.

Der Dot Code A ist eines von einer limitierten Anzahl von Dot Code Symbolen. Er wurde zur Identifikation von Objekten in relativ kleinen Bereichen entwickelt. Das Symbol besteht aus einer quadratischen Anordnung von Punkten (dots) in der Größe von 6 x 6 bis 12 x 12 Punkten. Letztere ermöglicht 42 Milliarden Artikel zu unterscheiden. Frühe Anwendungen existieren in der Identifikation von Laborgläsern und Markierung von Wäsche in Wäschereien. Der Code ist bei AIM standardisiert.

Der 2D-Code wurde 2003 von Dr. Xuchuan Fan, Shenzhen Syscan Digital System Co. entwickelt. GR steht für Grid Matrix. Der Code besteht aus quadratischen Makromodulen und jedes Makromodul aus 6 x 6 schwarzen oder weißen Quadraten. Er besitzt verschiedene Fehlerkorrekturstufen. Der Code kann chinesische Schriftzeichen verschlüsseln. Der Code ist bei AIM Global standardisiert.

Der 2D-Code wurde 2003 von der chinesischen Firma Shenzhen Syscan Digital System Co. entwickelt. Der Code ist für den Einsatz von Mobile Tagging gedacht.
Der GoCode wurde um 2000 von GoCode Ltd. (UK) entwickelt. Erkennungssymbol sind zwei schmale und ein breiter Balken. Die Anordnung der Matrizen kann in einer oder mehreren Reihen erfolgen. Der Code ist nicht standardisiert.

Der Code wurde in China entwickelt. Er besitzt eine variable Größe und hat eine hohe Datenkapazität. Der Code ist für chinesische Schriftzeichen optimiert. Eine Spezifikation ist bei AIM in Arbeit.

Der High Capacity Color Barcode (HCCB) wurde 2007 von Microsoft zur Kennzeichnung von Datenträgern entwickelt. Es können bis zu 3.500 Zeichen pro Quadratzoll verschlüsselt werden. Der Code besteht aus mehreren farbigen Dreiecken. HCCB ist seitens der International Standard Audiovisual Number International Agency (ISAN-IA) lizensiert. Er soll mittels einer Webcam oder eines Fotohandys ausgelesen werden und bietet dann zusätzliche Informationen wie Altersbeschränkung, Preis usw., zusätzlich soll er vor Manipulationen oder Fälschungen schützen.

Der MaxiCode wurde 1989 bei UPS zur schnellen Identifizierung, Verfolgung und Sortierung von Paketen entwickelt. Er hat eine feste Größe von 25,4 mm x 25,4 mm (1 in. x 1 in.). In die sich so ergebende Fläche von 645 mm² (1 sq in.) können 144 Symbolzeichen, d.h. 93 ASCII-Zeichen oder 138 Ziffern codiert werden. Im Mittelpunkt des Codes befindet sich das Suchmuster, das aus drei konzentrischen Kreisen besteht. Um das Suchmuster herum sind in 33 Reihen 866 Sechsecke angeordnet. Die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur unterstützt anwenderspezifisch mehrere Security-Levels und bietet eine hohe Datensicherheit. Die Rekonstruktion ist selbst dann noch möglich, wenn bis zu 25% des Codes zerstört worden sind. MaxiCode ist bei AIM standardisiert. Eine Spezifikation ist dort erhältlich.

memorec, im Jahr 2001 entwickelt, kann extrem große Datenmengen speichern. Das Zusammenspiel von Struktur und leistungsfähigen, neuartigen Erkennungsmethoden ermöglichen auch bei druckbedingten Verzerrungen und unregelmäßigem Farbauftrag hohe Speicherdichten. Die Nutzdatendichte beträgt in Abhängigkeit von der Druckerauflösung bis zu 1.177 Byte/cm² bei 25%iger Datenredundanz. Damit können umfangreiche Datensätze, z.B. biometrische Merkmale auf Ausweisdokumenten untergebracht werden. memorec ist flexibel an das jeweilige Layout anpassbar, da seine wesentlichen Parameter (Höhe, Breite, Auflösung, Datenredundanz) frei skalierbar sind. Eine Reed-Solomon-Fehlerkorrektur ermöglicht die Datenrekonstruktion auch bei Beschädigungen. Es ist eine gesondere Software erforderlich. memorec wird von Großunternehmen und Verwaltungseinrichtungen zum Zweck der Dokumentensicherheit eingesetzt. Der Code ist nicht bei AIM stadardisiert.

In 225 Zellen werden kleine oder große Datenmengen mit einer patentierten Codiermethode als quadratischer Matrixcode dargestellt. Es können bis zu 280 Ziffern oder 196 alphanumerische Zeichen codiert werden. Der MiniCode ist ideal für Hand- oder mobile Lesegeräte. Er wird zur Zeit nur für Eigenanwendungen gebraucht. Der Code ist nicht bei AIM standardisiert.

Entwicklung für das Mobile Tagging. Im Code verschlüsselt ist eine 12-stellige Zahl. In der linken oberen Ecke befindet sich eine Grafik. Zur Aufnahme des Codes benötigt man ein Fotohandy oder eine Webcam. Über eine Software wird dann eine entsprechende Webseite aufgerufen.

Der QR Code (Quick Response Code) wurde 1994 bei Nippondenso (Japan) entwickelt. Er ist quadratisch und anhand seiner Suchhilfen, ineinandergeschachtelter heller und dunkler Quadrate in drei Ecken, leicht zu erkennen. Die Symbolelemente sind Quadrate, von denen sich mindestens 21 x 21 und maximal 177 x 177 Elemente im Symbol befinden. Es existieren 4 Fehlerkorrektur-Levels, die eine Rekonstruktion des beschädigten Codes von 7% (Level L) bis zu 30% (Level H) zulassen. Es können bis zu 7.089 Ziffern, 4.296 alphanumerische Zeichen oder 1.817 japanische Schriftzeichen (Kanji/Kana) codiert werden. Der Inhalt kann auf bis zu 16 einzelne Codes aufgeteilt werden. Der QR Code ist bei AIM standardisiert. Eine Code-Spezifikation ist dort erhältlich.

Der Micro QR Code ist die kleine Variante des QR Codes für kleine Datenmengen und mit geringem Platzbedarf. Die drei Orientierungssymbole werden auf eines in der linken oberen Ecke reduziert. Je nach Version (M1 - M4) existieren bis zu drei Fehlerkorrekturlevels, die eine Rekonstruktion des beschädigten Codes bei einer Zerstörung bis zu maximal 25% zulassen. Verschlüsselt werden können bis zu 35 Ziffern, 21 alphanumerische Zeichen oder 9 japanische Schriftzeichen (Kanji).

Entwicklung für die europäische Arzneimittelbranche von der französischen Firma Advanced Track & Trace (ATT) als Schutz gegen Fälschungen und Nachahmungen sowie für die Rückverfolgung.

ShotCode wurde 1999 an der Universität Cambridge entwickelt. Es ist ein kreisförmiger Code, der Daten für eine URL enthält. Mittels eines Fotohandys und entsprechender Software können dann zusätzliche Informationen abgerufen werden. Seit 2005 wird das System durch die Firma OP3 angeboten.

Der Smart Code ist eine große gedruckte Anordnung von binären Bits, die Datendateien codieren. Er ist geeignet für das Scannen und Decodieren von Seiten oder für direkte Faxübertragungen. Auf einer Seite haben so bis zu 30 Seiten Platz. Der Code wird für Eigenanwendungen genutzt und ist nicht standardisiert.

Der Snowflake Code ist eine quadratische Anordnung von Punkten, die dem Dot Code von Philips ähnelt. Auf einer Fläche von 5 mm x 5 mm können bis zu 100 Ziffern codiert werden. Der Code hat eine Fehlerkorrektur. Er wurde für Eigenanwendungen entwickelt und nicht standardisiert.

Entwicklung der rumänischen Firma Lark Computers für das Mobile Tagging. Der Code wird in Printmedien platziert und beinhaltet eine URL. Der Code wird mit einem Fotohandy fotografiert und eine Software stellt dann die Verbindung zu einer Webseite her, auf der sich zusätzliche Informationen, Videos usw. befinden. Es existiert neben der normalen schwarz-weiß auch eine farbige Ausführung.

Entwicklung der amerikanischen Firma Applied Media Analysis für das Mobile Tagging. Bei diesem Code handelt es sich um mehrere übereinander gelegte Codes, die als Video-Stream ablaufen. Der Code wurde für mobile Geräte (Handys, tragbare DVD-Player) entwickelt.

Der Vericode wurde in den frühen 80er Jahren bei Veritec (USA) entwicklet. Er hat feste Abmessungen. Es können maximal 5000 Zeichen codiert werden. Der Code ist nicht standardisiert.

VSCode wurde 2003 bei Veritec (USA) für biometrische Anwendungen entwicklet. Er ist eine Weiterentwicklung des VeriCodes. Erkennungszeichen ist der feste Rahmen um das gesamte Symbol. Der Code ist rechteckig. Es können 4.151 Zeichen codiert werden. Der Code ist nicht bei AIM standardisiert.

Entwicklung der Firma SPH NewMedia Pte Ltd aus Singapur für das Mobile Tagging. Der Code ist quadratisch und hat 5 Reihen und 5 Spalten. Die Zellen sind Quadrate in den Farben rot, blau, grün und blau. Um den Code befindet sich ein weißer Begrenzungsrahmen. Verschlüsselt ist eine URL, mit der eine Webseite auf das Handy geladen wird, auf der weitere Informationen gegeben werden. Der Code hat eine Mindestgröße von 1 cm².